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Geschichte und Chronik des SC Leopoldsdorf von 1920 - 1988

Bereits 1920 fanden sich einige beherzte Leopoldsdorfer „Fußballtiger“ und formierten aus den vielen Interessierten eine Mannschaft, die den Namen „Die rote Elf“ erhielt.

1922 gründete Alois Hrabal mit Johann Duchek und Anderen den Verein  SC Slovan-Leopoldsdorf Der Verein nahm an der Meisterschaft des NÖ Fußballverbandes teil und wurde in die III. Klasse Süd A eingeteilt.

1930 wurde der Verein auf Arbeiter Sportklub (ASK) Leopoldsdorf umbenannt. Infolge des großen Spielerreservoirs in Leopoldsdorf bot sich die Möglichkeit einen zweiten Fußballverein in Leopoldsdorf zu gründen, der den Namen „Athletikclub (AC) Leopoldsdorf“ erhielt. Im Februar 

1934 wurden im Zusammenhang mit den politischen Ereignissen am 12.2.1934 alle Arbeitersportvereine, die – wie auch der ASK Leopoldsdorf - beim Verband der Arbeiter-Fußballvereine Österreichs (VAFÖ) organisiert waren, aufgelöst und ihr Vermögen beschlagnahmt. Die Funktionäre des ehemaligen ASK Leopoldsdorf waren jedoch sehr umsichtig und fassten umgehend den Beschluss, einen neuen Verein mit dem Namen „SC Hertha Leopoldsdorf“ zu gründen. Mit Unterstützung seines Präsidenten Dir. Hanak (Wiener Ziegelwerke AG) konnte der Verein nach einigen Umzügen das Areal an der Kreuzung Achauerstraße-Arbeitergasse als dauerhafte Sportstätte adaptieren, wo sich auch heute noch das Leopoldsdorfer Fußballgeschehen präsentiert.

Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein und nur wenige Tage später wurden Kanonen, Feldküchen und sonstiges Kriegsgerät auf dem Sportplatz des SC Hertha Leopoldsdorf abgestellt. Im Frühjahr 1938 wurden die Vereine SC Hertha Leopoldsdorf und der Leopoldsdorfer AC unter dem Namen Sportvereinigung (SpVg.) Leopoldsdorf fusioniert und in den Wiener Fußballverband übernommen.

Ab März 1939 durfte sich Hertha wieder Hertha nennen. Kriegszeit: Mit großem persönlichem Einsatz konnte auch während der schwierigen und traurigen Kriegszeit der Leopoldsdorfer Verein den Spielbetrieb aufrechterhalten und an der Meisterschaft teilnehmen.  Ehe die Russen nach Kriegsende 1945 Leopoldsdorf (und auch den Sportplatz) besetzten, brachten Funktionäre die kostbaren Dressen und Fußballschuhe in Sicherheit. Die Heimspiele des SC Hertha wurden in Folge in Maria Lanzendorf auf der Anlage im Bärenpark ausgetragen.

1946 räumten die Russen den Sportplatz und der SC Hertha Leopoldsdorf kehrte wieder zum NÖ Fußballverband zurück und wurde in die 1. Klasse Süd A eingeteilt.  In diesem Jahr wurde auch die Theatersektion des SC Hertha gegründet.

1950 stellte Hertha den Junioren Landesmeister von Niederösterreich.

1960 kam es wieder zur Gründung eines zweiten Fußballvereins in Leopoldsdorf dem SC ZIAG, der schnell in die 1. Klasse Ost aufstieg.

Einen besonderen Erfolg konnte der Nachwuchs dieses 2. Leopoldsdorfer Fußballvereins 1969 verbuchen: Er brachte sensationell den Schüler-Landesmeistertitel nach Leopoldsdorf.

1963 erwarb Rapid das große Leopoldsdorfer Talent Bruno Blümel, der sechsmal in die Jugendnationalmannschaft einberufen wurde. Mit einem Teil der Ablösesumme konnte der erste Vereinsbus erworben werden, mit dem unsere Mannschaft günstig zu Auswärtsspielen gebracht werden konnte.

1967 wurde der SC Hertha Meister der 2. Klasse Südost, errang in der nächsten Saison auch den Meistertitel in der 1. Klasse und stieg 1968 in die Unterliga Süd-Südost auf.

1970 musste Hertha jedoch wieder die Unterliga verlassen und kehrte in die 1. Klasse Ost zurück, wo bereits der SC ZIAG auf seinen Lokalrivalen wartete.  In den 70er Jahren konnten sich die Leopoldsdorfer Fußballfreunde an den spannenden Lokalderbys erfreuen bis der SC ZIAG 1978 in die 2. Klasse abstieg. Die Jugendmannschaften der beiden Vereine bildeten eine Spielgemeinschaft und waren mit einer Jugend-, Schüler- und Knabenmannschaft in der Meisterschaft vertreten.

1978/79 gelang dem Leopoldsdorfer Nachwuchs wieder ein sensationeller Erfolg: die Jugendmannschaft wurde unter Trainer Alfred Petric NÖ Landesjugendmeister!

1981 errichtete der Verein fast nur in Eigenregie eine neue Kantine.

1984 musste der SC Hertha von dem für die Entwicklung des Vereins bedeutendsten Funktionär, Julius Müller, Abschied nehmen. Der Sportplatz wurde zu seinem Gedenken in „Julius Müller Sportplatz“ umbenannt.

Da die Fa. Wienerberger den Verkauf jenes Grundstücks plante, auf dem der SC ZIAG seit Jahren seine sportliche Heimat hatte und auch seitens der Gemeinde den beiden Leopoldsdorfer Vereinen aus finanziellen und sportlichen Gründen ein Zusammenschluss nahe gelegt wurde, beschlossen die Vorstände im November 1987 die Fusionierung nach Abschluss der Meisterschaft unter der Voraussetzung, dass dem neuen Verein eine gemeindeeigene Sportanlage zur Verfügung gestellt werde. Am 26. Juni 

1988 fand die erste Generalversammlung des SC Leopoldsdorf statt.